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Das Strumpfband

von Judith Schachenhofer

Ein kleines Mädchen im weißen Sommerkleidchen und Strümpfen, die von Strumpfbändern gehalten werden. Das Mädchen steht in einem Garten oder einem Park.
Ca. 1938

Das kleine Mädchen auf dem Foto bin ich vor siebzig Jahren. Damals kannte man noch keine Strumpfhosen; stattdessen trugen Kinder (Mädchen wie Buben) Strümpfe, die mit einem Gummiband festgehalten wurden. Unangenehm waren solche Halterungen. Waren sie zu fest, schnürten sie ein, waren sie zu locker, rutschten sie samt den Strümpfen „talwärts“. In Erinnerung blieb mir, dass es unter meinen Geschwistern oft zu Streitereien kam, wenn in der Eile einer sein eigenes oft schwer zu unterscheidendes Strumpfband nicht finden konnte und sich das von Bruder oder Schwester aneignete. Gerangel und Geplärre waren die Folge, bis Mutter zu Hilfe kam. Ähnlich in Erinnerung sind mir Vaters Sockenhalter, Hosenträger, komplizierte Gamaschen und Hosenspangen, die oftmals gesucht werden mussten, wenn sie nicht paarweise aufbewahrt waren. Das waren also Schattenseiten der „guten, alten Zeit“.

Informationen zum Artikel:

Das Strumpfband

Verfasst von Judith Schachenhofer

Auf MSG publiziert im Juni 2009

In: Lebensgeschichtliche Fotorevue, Worte der Kindheit

Der Beitrag wurde folgenden Regionen und Zeiträumen zugewiesen:
  • Ort: Niederösterreich, St. Pölten+Umgebung
  • Zeit: 1938

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