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Gefangen ...

von Gabriele Stöckl

zwei etwa einjährige Kleinkinder in einer Gehschule

1945 bestand mein Vater darauf, dass Mutter mit mir aus Wien weg musste. Erst sollten wir mit dem Schiff die Donau aufwärts fahren, doch das war zu gefährlich. Daher ging es mit dem Zug in die Ferne. Eine Bekannte mit ihrem Buben fuhr auch mit. Von Rosenheim gelangten dann die Frauen mit ihren Kindern per Auto nach Frankenmarkt. Dort fand meine Mutter Unterkunft auf einem Bauernhof. Sie half bei der Feldarbeit mit und als gelernte Schneiderin nähte sie für die Bäuerin und die Kinder (zwei Buben und ein Mädchen). Mein Vater wusste nicht, wo wir hingeraten waren. Hat es erst später erfahren.

Der Nachbarbub musste in der Gehschule sein. Ich durfte mich frei bewegen. Das gefiel dem kleinen Burschen nicht und er plärrte. Da musste ich zu ihm in den „Laufstall“, was mir nicht gefiel. Er war zufrieden, doch hinter Gitter, da fing ich zu plärren an. (Hat mir Mutti erzählt.)

Informationen zum Artikel:

Gefangen ...

Verfasst von Gabriele Stöckl

Auf MSG publiziert im Februar 2011

In: Lebensgeschichtliche Fotorevue

Der Beitrag wurde folgenden Regionen und Zeiträumen zugewiesen:
  • Ort: Oberösterreich, Hausruckviertel, Frankenmarkt
  • Zeit: 1945

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