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Kinderheim Wimmersdorf III Orte des Schreckens

von Stephan Pintarelli

Der große Sportplatz

Dieser Sportplatz war ein großer Fußballplatz, gesäumt von Pappeln, und in der näheren Umgebung gab es einige Bänke und große Bäume. Beim Sportplatz mussten wir in Einserreihe antreten und das Stricherlheft kam zum Einsatz. Für jedes Stricherl gab es 30 Minuten Stehen, und ich habe mehrere Zöglinge im Sommer ohnmächtig zusammenbrechen sehen. Wenn ich nicht Strafe stehen musste, zog ich mich auf eine Astgabel zurück, um auf dem Baum zu lesen. Manchmal gefiel dieser Anblick den Erzieherinnen nicht und sie zwangen mich, Fußball zu spielen, was mich zu keiner Zeit interessierte. Da mich die Mannschaften nicht wollten (ich war nicht besonders sportlich), bekam ich meistens den Posten im Tor, wo ich dann mit voller Wucht abgeschossen wurde. Wenn ich den Ball ins Tor einließ, bekam ich nachher Prügel von den Lieblingen der Specki – den Sportlern …

Im Winter durften wir manchmal neben dem Sportplatz den Hügel hinunterrodeln oder, wer Ski hatte, auch mit diesen hinunterrutschen. Da ich sehr gut rodeln konnte, wurde ich immer dazu abkommandiert, mit den kleinen Schülern aus der Gruppe 1 zu rodeln und aufzupassen, dass kein Unfall passierte. Leider ist einmal eines dieser Kinder in einen Baum gefahren und hatte sich an der Nase verletzt. Ich musste dann wieder einmal die ganze Nacht in der Toilette neben der Kanzlei Strafe stehen, da ich nicht aufgepasst habe. Am nächsten Tag war natürlich wieder Schule…

Der Hof

Der Hof bestand aus vier Kiesfeldern, die von Betonwegen umschlossen waren. Diese mussten penibel sauber gehalten werden. Wenn es dem Personal gefiel, setzten sie sich auf die im Hof stehenden Bänke und ließen uns im Kreis laufen. Da gab es drei Versionen:

die eine mit den Händen an der Hosennaht

die zweite mit den Händen auf dem Rücken

die dritte mit dem Finger auf dem Mund.

Strafverschärfend gab es noch die Möglichkeit, die Strecke im Kniegang zu bewältigen. Weiters wurde dieser Platz auch als „Morgenturnplatz“ verwendet. Stundenlang mussten wir den Hampelmann spielen und bis zu 300 Kniebeugen und Liegestütze machen. Manchmal mussten alle Schüler im Hof antreten, die Specki baute sich in der Mitte mit ihrer Ziehharmonika auf, und wir mussten stundenlang in der prallen Sonne Lieder singen. Meistens bekamen wir dann auch gutgemeinte Ratschläge zu hören, etwa: „Wo gesungen wird, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“ In dieser Einrichtung habe ich gelernt, dass dies nicht stimmt…

„Mit geputzten Schuhen kommt man durchs ganze Land“, und noch etliche solcher dummen Sprüche. Dieser Hof wurde auch als Sommerbad genutzt, es gab dort zwei Betonringe, die aus dem Brunnenbau stammten. Diese wurden mit Wasser gefüllt, und man durfte sich reinstellen und einmal untertauchen, doch danach musste man auf den Wegen laufen, bis man trocken war.

Die Waldschule

Die Waldschule war ein Ort voll harziger Pritschen, gesäumt von Nadelbäumen, und dort mussten wir manchmal die Mittagsruhe halten, mit totalem Sprechverbot. Dieser Ort wurde meistens, wenn das Personal unterzählig war, dazu benutzt, einige Gruppen ruhig zu stellen. Meistens hatte Tante Mimi dort die Aufsicht, und wer aus der Reihe tanzte, kam in den Genuss, stundenlang zu stehen, zu knien oder zu beten.

Der Baderaum

Einmal in der Woche durften wir uns im Keller im Duschraum waschen. Das spielte sich so ab, dass zuerst ein Waschbecken mit warmem Wasser eingelassen wurde. Dann durfte man sich für ein paar Sekunden unter die Dusche stellen, den Kopf nass machen und danach zur Aufsichtsperson, um Haarshampoo abzuholen, dann den Kopf einschäumen, danach zum Waschbecken, um sich den Körper mit dem Waschlappen zu säubern. Danach den Kopf ins Waschbecken tauchen, um den Schaum abzuwaschen. Hinterher ging es zur Aufsichtsperson, welche die Reinlichkeit überprüfte.

Dies war das am meisten erniedrigende Ritual dieses Gefängnisses. Zuerst wurden die Hände, der Hals und die Ohren kontrolliert, doch danach musste man sich die Vorhaut zurückziehen und die Erzieherin schaute ganz genau hin. Wenn das Glied sich regte, konnte es passieren, dass die Erzieherin mit dem Lineal oder dem Kochlöffel mehrmals auf das Glied schlug und dabei hämisch lachte oder anzügliche Bemerkungen machte. Eine besonders ekelhafte Erzieherin war die Irxen, die sich während der Schwanzbeschau mit dem Lineal selbst befriedigte. Nach dieser Erniedrigung wurde unser Kopf in das erste Waschbecken getaucht, das mit Essigwasser gefüllt war.

Den Grund für den Essigzusatz kenne ich bis heute nicht. Wenn einer der Zöglinge nach der „Fleischbeschau“ – so nannte Tante Barbara das Duschen – nicht sauber genug war, schlug sie mit dem nassen Handtuch auf das Glied und auf das Gesäß. Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass einige Zöglinge gestürzt sind während dieser Prügelorgien und sich verletzten (Platzwunden, aufgeschlagene Knie und andere Verletzungen).

Der Schlafsaal

Im Schlafsaal standen mehrere Stockbetten und bei jedem Bett gab es zwei kleine Kästchen, in welchen wir unsere persönlichen Dinge und unser Waschzeug aufzubewahren hatten. Leider konnten wir die Kästchen nicht absperren, daher kam es immer zu Diebstählen von Süßigkeiten, Zahnpasta (wenn man privat eine solche besaß), auch Bücher und anderer Dinge.

Wenn man sich bei der Erzieherin oder der Specki über das Abhandenkommen von Eigentum beschwerte, wurde immer gesagt, dass man besser aufpassen solle und nicht geizig sein dürfe. Deshalb trugen die meisten ihre Habseligkeiten immer in einer Tasche mit sich herum.

Der Bettenbau war auch sehr aufschlussreich: zuerst das Bett aufdecken, das sogenannte Lüftungsbett(!), danach raus in den Waschraum, zum Zähneputzen, Gesicht- und Händewaschen. Kontrolle durch die Erzieherin, danach Bettenbau, Kontrolle desselbigen, und wenn es nicht gepasst hat, wurden die Betten zerlegt. Sprich: die Matratze auf den Boden geschmissen und neu machen, bis es passt! Frühstück versäumt, hungrig in der Schule – das Saubermachen wurde so eingeteilt, dass immer ein Zögling Schlafsaaldienst hatte, was bedeutete: aufkehren und mit einem Tuch den Boden polieren – und natürlich – wieder Kontrolle.

Einmal im Monat musste der Boden mit einer Politur poliert werden, wozu ein schwerer, mit Filz bespannter Eisenklotz in den Raum verfrachtet wurde. Dieser musste von einem Zögling bedient werden, bis man sich auf dem Boden spiegeln konnte. Der Boden war danach so glatt, dass man nicht darauf gehen konnte, ohne zu auszurutschen. Es gab öfter Sturzverletzungen am Abend, wenn wir in die Schlafsäle geschickt wurden.

Selbstverständlich musste absolute Ruhe herrschen, diese wurde von sogenannten „Aufbleibern“ überwacht. Dies war eine Sondertätigkeit, die besonders an Zöglinge vergeben wurde, die in der Gunst der Erzieherinnen und der Specki standen. Dieser Dienst dauerte bis 22.00 Uhr, und wenn jemand beim Tratschen, Lesen oder Radiohören erwischt wurde, musste derjenige auf dem kalten Steinboden ohne Schlapfen stehen – meistens so lange, bis die Specki schlafenging.

Das konnte auch bedeuten, bis 3.00 Uhr morgens. Natürlich war auch der Toilettengang in der Nacht verboten, denn das hatte man vorher zu erledigen. In einem separaten Schlafsaal waren die Bettnässer untergebracht, diese wurden in der Nacht von der diensttuenden Erzieherin geweckt, um ein Medikament zu nehmen und die WC-Anlage aufzusuchen. Wenn am Morgen das Bett trotzdem nass war, droschen die Erzieherinnen mit nassen Leintüchern auf die Zöglinge ein, was natürlich auch zur Belustigung der anderen Zöglinge diente. In diesem Falle würde mich interessieren, wer die Medikamente verschrieben hat und vor allem, WAS das für Medikamente waren. Oder waren diese armen Geschöpfe etwa Versuchskaninchen?

Einer unserer Mitzöglinge war schwerer Epileptiker, der manchmal Anfälle hatte. Die Erzieherinnen kamen meistens zu dritt und prügelten die arme Seele in die Kanzlei. Da meine Mutter diplomierte Krankenschwester ist und im AKH Wien auf der Psychiatrie arbeitete, konnte ich das Anfallsleiden einordnen, weil ich solche Menschen im AKH gesehen hatte. Das Schlimmste daran war, dass die anderen Mitzöglinge diese arme Seele gepiesackt und gequält haben. Die Direktorin hat ihm übrigens einen eigenen Namen gegeben: Positrino.

In meinem Schlafsaal gab es auch ein Zögling, der sehr adipös war. Diesem wurde das Essen rationiert, und er musste extra Sportübungen durchführen. Mehrmals brach er während dieser Übungen zusammen, und als er wieder einmal am Boden lag, drosch eine der Erzieherinnen mit einem Stock auf ihn ein. Dabei platzten die Haut und der Muskel am Unterschenkel auf, sodass er fürchterlich zu bluten begann. Die Erzieherin hörte nicht auf, auf ihn einzudreschen, bis sich eine große Blutlache um ihn gebildet hatte. Als sie merkte, dass die Verletzungen ernst waren, nahm sie ein Handtuch und band den Fuß ab. Die Rettung wurde verständigt, und er kam ins Spital, doch wir haben ihn nie wieder gesehen. Auf Nachfragen wurde mir gesagt, dass er in ein anderes Heim verlegt wurde – ob das stimmt, kann ich nicht sagen.

Die Speisesäle

Es gab den großen und den kleinen Speisesaal, der große Speisesaal wurde auch als Turnsaal und Kinovorführraum verwendet. In diesem befanden sich eine Sprossenwand und eine Leinwand, wobei die Reinigung derselben von den Zöglingen durchgeführt wurde. Im Speisesaal wurden das Mittag- und Abendessen eingenommen, auch da gab strikte Regeln. Bei einem dreiteiligen Essen, also zum Beispiel Reis, Salat und Fleisch, musste so gegessen werden, dass immer alle drei Komponenten bis zum letzten Bissen vorhanden waren. Wer das Fleisch vor dem Reis gegessen hat, musste Strafe stehen!

Der durchschnittliche Speiseplan bestand aus Erdäpfeln mit Grammeln, Nudeln in Milch gekocht, Grießkoch, Milchreis, Leber, fettem Schweinefleisch mit Borsten darauf, verbranntem Leberkäse und paniertem Fisch, der meistens ranzig war. Ich habe zum Beispiel Kartoffelpüree, Mohnnudeln und Bröselnudeln nicht vertragen. Wenn ich nicht aufessen konnte, wurde mir das Essen am Abend und am folgenden Morgen zum Frühstück wieder serviert, da ich ja dankbar sein sollte, dass ich überhaupt etwas zu essen bekomme, da „in Biafra die Kinder verhungern“. Das Essen war bis auf einige Ausnahmen ungenießbar, doch Buchteln mit Vanillesauce waren eine Ausnahme. Manchmal bezahlte ich Zöglinge, um meine Portion des verhassten Essens zu essen, um nicht Strafe stehen zu müssen.

Bei einem Besuch im Jahre 2011 in Asperhofen waren wir auch beim dorfansässigen Bäckermeister, der bereit war, über die Brotlieferungen an das Kinderheim Wimmersdorf zu berichten: „Mein Vater durfte damals nur altes Brot dort abliefern, da es billiger war als das frische. Was ich sonst noch weiß: Wenn wir kein altes Brot hatten, wurden die anderen Bäcker in der Umgebung ersucht, altes Brot zu liefern. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch Kind, und mir haben die Kinder leid getan, die dort waren.“

Während meines gesamten Heimaufenthaltes wurden zwei Filme im Speisesaal gezeigt: „Hathari“ (mit John Wayne) und ein Laurel-&-Hardy-Film, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, da ich und einige andere Zöglinge mit dem Rücken zur Leinwand Strafe stehen mussten. Während des Nachspanns durften wir uns gnadenhalber wieder umdrehen.

Der kleine Speisesaal

Der kleine Speisesaal wurde genutzt, wenn die meisten Zöglinge auf Ausgang waren und es zu viel Arbeit machte, den großen Speisesaal aufzusperren. In diesem Raum befanden sich auch ein altes TV-Gerät (schwarzweiß) und ein Tischtennistisch. Dieser durfte von besonderen Zöglingen manchmal benutzt werden, um sich manchmal eine Sportübertragung anzusehen.

Die weitere Nutzung dieses Raumes war Strafeschreiben, wenn die Anzahl der strafeschreibenden Zöglinge zu groß wurde.

Die Kanzlei (= Direktionszimmer)

Die Kanzlei bestand aus zwei Räumen – einem Privatraum und einem Arbeitsraum. In diesem befanden sich ein riesiger Schreibtisch sowie ein Aktenschrank, in welchem die Akten und die den Zöglingen abgenommenen Gegenstände verwahrt wurden, so sie nicht vernichtet wurden. Im hinteren Teil stand noch ein kleiner runder Tisch, an welchem wir die Hefte nachschreiben mussten und auch diverse andere Strafarbeiten bis weit nach Mitternacht absolvierten.

Eine besondere Ehre war der Kanzleidienst. Da durfte man bis 12.00 Uhr aufbleiben und musste die „Aufbleiber“ nach Vorkommnissen befragen. Eine der Aufgaben des Kanzleidienstes war es auch noch, die Specki zu bedienen (Tee holen etc.) und sich ihre Lebensweisheiten anzuhören. Manchmal sprach sie auch von ihrem verstorbenen Mann, und bevor man aus diesem Ehrendienst entlassen wurde, durfte man sich eine Praline nehmen. Danach durfte man die Specki ins Bett bringen, das sich im ersten Stock befand. Dabei musste man das Schlüsselkörbchen wie eine Trophäe vor sich hertragen.

In dieser Kanzlei haben sich Tragödien abgespielt. Ich kann mich noch erinnern, als Rudi P. zu spät vom Ausgang zurückgekommen war. Es begann eine Prügelorgie, und das Grausame daran war das Blut, das vom Kasten heruntergeronnen ist. Nicht einmal das konnte diese Damen stoppen!

Ernst P. kam vom Ausgang zurück und hatte ein Flinserl im Ohr, das die Specki bemerkte. Sie schrie nur: „Gib des aus dem Ohrwaschel oder I reiß da des mit dem Zangl ausse!“ Meistens waren aus der Kanzlei nur Gebrüll und das Klatschen des Lineals auf die Finger der armen Zöglinge zu hören.

Die Küche

Die Küche bestand aus zwei Räumen. In einem war der große Holzofen, die Abwasch und einige Arbeitsflächen, im anderen Raum waren Vorräte und ein großer Arbeitstisch. Es gab auch den Küchenordnerdienst, doch darüber kann ich nichts sagen, da ich ihn nie gemacht habe. Es gab eine Köchin und zwei Küchenhilfen.

Das Krankenzimmer

Das Krankenzimmer befand sich im letzten Stock, ganz hinten links. Ich hatte einmal die Ehre, drei Wochen dort zu verbringen, da ich an Windpocken erkrankt war.

Wir waren zu viert in diesem Zimmer, und in der Früh kam meistens eine Tante und brachte uns das Frühstück und die Salbe, mit der wir uns eincremen mussten. Wenn Tante Mimi kam, mussten wir eine Stunde vor dem Bett knien und Gott bitten, dass wir wieder gesund werden. Danach durften wir unser Bett machen und uns wieder niederlegen.

Danach kam der Satz: „Wenn ich ein Wort höre, komm ich mit dem Kochlöffel!“ Nicht einmal, wenn man krank war, durfte man sprechen.

Gegen 10.00 Uhr vormittags kam die Specki mit Übungen für die Schule, die wir auf einen Block schreiben mussten. Besuch durften wir nicht empfangen, und während dieser drei Wochen haben wir niemals einen Arzt gesehen. Aus heutiger Sicht würde ich gerne wissen, wer die Medikamente verordnet hat, da Windpocken ansteckend sind. Es hätte wohl das Gesundheitsamt informiert werden müssen, dies passierte aber nicht.

Gegen Mittag brachte eine Erzieherin das Mittagessen, dazu durften wir aufstehen und am Tisch essen. Als die Teller geholt wurden, wurde auch der Schreibbock mitgenommen und der Block vom Vortag wurde zur Verbesserung ausgetauscht. Jedes falsche Wort musste zehnmal geschrieben werden, natürlich wieder Rechnungen und sonstige Sachen. Am Abend wurde das Abendessen gebracht und so gegen 22.00 Uhr zog einen Erzieherin in die Kammer neben dem Krankenzimmer ein – wehe, sie hörte etwas, dann hieß es aufstehen und am kalten Steinboden Strafe stehen.

Zum Thema Arzt möchte ich noch Folgendes anmerken: Ich habe in der gesamten Heimzeit keinen Arzt gesehen außer einmal im Jahr den Schularzt zum Impfen. Weiters wirft sich für mich die Frage auf, wer die Medikamente verschrieben hat, die wir bekommen haben, welche es waren und wer die Verantwortung dafür hatte.

Die WC-Anlagen

Es gab in jedem Stockwerk außer dem Keller eine doppelte WC-Anlage. Tagsüber waren diese geöffnet, und im Erdgeschoß befand sich das WC der Direktorin, das nur von ihr verwendet wurde und versperrt war. Die Hygiene der Anlagen war katastrophal, meistens waren sie verstopft und mit Urin und Fäkalien neben der Muschel „verziert“. Wenn das Erziehungspersonal draufgekommen ist, dass jemand das WC verunreinigt hat, musste dieses ohne Handschuhe gereinigt werden. Manchmal musste man auch in diesem Gebräu stundenlang Strafe stehen.

Da die WC-Anlagen oft verschmutzt waren, wurden diese während der Nachtstunden abgesperrt und ein Blechkübel auf dem Gang aufgestellt. Dieser war natürlich schnell voll und ist oft übergeronnen, sodass der Gang voll Fäkalien war.

Informationen zum Artikel:

Kinderheim Wimmersdorf III Orte des Schreckens

Verfasst von Stephan Pintarelli

Auf MSG publiziert im August 2013

In: Orte der Kindheit, Worte der Kindheit

Der Beitrag wurde folgenden Regionen und Zeiträumen zugewiesen:
  • Ort: Niederösterreich, Mostviertel, Wimmersdorf
  • Zeit: .August 1976 bis .Juli 1979

Anmerkungen

Der Beitrag gibt einen gekürzten Ausschnitt aus einem umfangreicheren Erinnerungstext über die Zeit wieder, die der Autor im Kinderheim Wimmersdorf verbracht hat (1976-1979). Der vollständige Text ist nachzulesen unter: http://kindervernichtungsheim-wimmersdorf.blogspot.co.at/

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