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Langer Schatten - Mein erster Schultag

von Rita Wodniczak-Naths

Porträt Rita Naths an ihrem ersten Schultag, 1947
Einschulungsfoto von Rita Naths, Frühling 1947

Im Frühjahr 1947 wurde ich eingeschult. Es war die alte Schule Trittau-Vorburg. Auch mein Vater hatte hier einmal die Schulbank gedrückt. Es gab sogar noch seinen alten Klassenlehrer, Herrn Bökmann. Ein kleiner buckliger, energisch dreinschauender älterer Herr.

Den Tag meiner Einschulung vergesse ich nie. Herrlicher Sonnenschein. Meine Mutter brachte mich ins Klassenzimmer. Es war der größte Raum in diesem roten Backsteingebäude, unten links. Die Wandtafel – darauf mit bunter Kreide die Hasenschule gemalt. Ich war tief beeindruckt. Wunderschön die Farben, die bunten Häschen.

Anwesend waren: Meine künftige Klassenlehrerin Frau Püschel (ich mochte sie leiden), der Schulleiter Rektor Ahrens (ein kleiner drahtiger Mann – später bekam er den Spitznamen „Seppel“) und die vielen Kinder mit den Müttern.

An diesem Tag war der „Herr“ schwer in Ordnung. Er trug in beiden Händen eine große Dose Bonbons, ging von Kind zu Kind und verteilte diese süße Überraschung. Auf die Frage, ob wir morgen wiederkämen, riefen alle Kinder begeistert: „Ja!“. Die Enttäuschung am nächsten Tag sollte sehr groß sein – Keine weiteren Bonbons –

Die große Anzahl der Kinder wurde in drei Klassen aufgeteilt. A, B und C. Pro Klasse gab es etwa 48 Kinder.

(...)

Informationen zum Artikel:

Langer Schatten - Mein erster Schultag

Verfasst von Rita Wodniczak-Naths

Auf MSG publiziert im Mai 2009

In: Lebensgeschichtliche Fotorevue

Der Beitrag wurde folgenden Regionen und Zeiträumen zugewiesen:
  • Ort: Deutschland, Hamburg, Trittau
  • Zeit: 1940er Jahre

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