19 Projekte

Stellen Sie Ihr Projekt vor!

Kontakte und Erfahrungsaustausch mit anderen Projekten in Biographiearbeit und Biographieforschung sind uns ein Anliegen.

Deshalb laden wir Einrichtungen, Vereine und Projekte, die sich wie wir mit „Lebensgeschichten“ im weitesten Sinne beschäftigen, ein, Ihre Projekte oder auch Produkte ihrer Arbeit auf Menschen Schreiben Geschichte vorzustellen.

Füllen Sie das Formular aus, das wir für Sie vorbereitet haben. Ihre Zusendung wird von uns umgehend bearbeitet und beantwortet.

Wenn Sie uns über das vorbereitete Formular hinaus noch Details über Ihr Projekt mitteilen möchten, nehmen Sie bitte direkt mit uns Kontakt auf.

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Büro der Erinnerungen

Universalmuseum Joanneum

Projekt-Kurzbeschreibung:

Was 2003 als Ausstellungsprojekt „Berg der Erinnerungen“ zur jüngsten Grazer Stadtgeschichte begann, fand seine Fortsetzung im „Büro der Erinnerungen“. Das „Büro der Erinnerungen“ sammelt und dokumentiert Aspekte der kommunikativen steirischen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, im Besonderen biografisch-narrative Interviews und multimediale Quellen aus privatem Besitz.

Es entsteht eine zeitgeschichtliche Sammlung in den Multimedialen Sammlungen/Universalmuseum Joanneum – ein Archiv der Geschichte(n), das kontinuierlich wächst und sich permanent verändert; ein kollektives steirisches Gedächtnis.

Projektkategorien:

  • Dokumentation/ Sammlung
  • Forschung/ Wissenschaft

Projektmitarbeiter/innen:

Mag. Maria Froihofer

Mag. Gundi Jungmeier

Mag. Eva Taxacher

Kooperationspartner:

Akademie Graz

ARGE Knittelfelder Neustadt

CLIO, Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit

crew8020_music

FH Joanneum/Studiengang Informationsdesign

FH Joanneum/Studiengang Journalismus

Heimathaus Mariazell

Karl-Franzens-Universität Graz

Museum im alten Zeughaus Radkersburg

Österreichisches Forstmuseum Silvanum

Radio Helsinki

SK Puntigamer Sturm

Stadtzeitung Falter

steirischer herbst

Technische Universität Graz

Theater Asou

Projektfinanzierung:

Universalmuseum Joanneum/Land Steiermark

Projektstart/-zeitraum:

seit 2004

Zielregion/-institution:

Steiermark und Österreich

Projektprodukte:

Ausstellungen:

 „Wo keine Steiermark, da kein Österreich“. Vom Wiederaufbau der steirischen Heimat 1945-1959

Ausstellungsdauer: 22.04.2005–26.10.2005

Graz 1938 – „Nun steht Graz eine große Zukunft bevor.“ (Robert Baravalle)

Ausstellungsdauer: 29.02.2008–30.04.2008

„Romale! Roma in Bewegung“

Ausstellungsdauer: 30.09.2008–24.10.2008

Foto- und Geschichtenwettbewerb Annenstraße

Ausstellungsdauer: 12.08.2008–12.09.2008

80 Jahre Margarethenbad

Ausstellungsdauer: 12.08.2008–12.09.2008

5 Jahre Kunsthaus

Ausstellungsdauer: 12.08.2008–12.09.2008

„Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf!“ – 30 Jahre danach“

Ausstellungsdauer: 4.11.2008–30.01.2009

Jahrhundertsturm. Über eine Weltanschauung in Schwarz-Weiß

Ausstellungsdauer: 26.04.2009–14.06.2009

Geschlossene Gesellschaft? Die Entwicklung der Knittelfelder Neustadt vom Gefangenenlager zur aufstrebenden Wohngegend

Ausstellungsdauer: 05.06.2009–03.10.2009

Publikationen

Elke Murlasits, Maria Froihofer (Hg.): weihnachten. Erinnerungen und Gedanken, Graz 2006.

Elke Murlasits, Maria Froihofer (Hg.): kicken – „… ist doch offensichtlich die größte Liebe, die man entwickelt“, Weitra 2007.

Heimo Halbrainer, Elke Murlasits, Sigrid Schönfelder (Hg.): „Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf! 30 Jahre danach“, Weitra 2008.

Gerhard Dienes, Gundi Jungmeier (Hg.), Geschlossene Gesellschaft? Die Entwicklung der Knittelfelder Neustadt vom Gefangenenlager zur aufstrebenden Wohngegend, Graz 2009.

Elke Murlasits, Gottfried Prasenc, Nikolaus Reisinger (Hg.): Lend.Gries – Geschichten, Räume, Identitäten, Graz 2009.

Laufende Projekte

Music was my first love

Als Gemeinschaftsprojekt zwischen crew 8020_music und dem „Büro der Erinnerungen“ wurde im Oktober 2007 mit der Erstellung eines digitalen Archivs der steirischen Rock- und Popgeschichte seit den 1950er Jahren begonnen. Dieses „Rockarchiv Steiermark“ versteht sich nicht ausschließlich als Nachschlagewerk zur Geschichte steirischer Bands und MusikerInnen, sondern ist vielmehr eine lebendige, sich andauernd verändernde Dokumentation steirischer Rockkultur.

www.rockarchiv.steiermark.at/

 „traces of memory – Spuren der Erinnerung“

Ein Projekt in Kooperation mit dem Theater asou und der GKP – Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik. Im Laufe des Jahrs 2007 wurden Interviews mit BewohnerInnen des Raums Wagna durchgeführt, in denen es speziell um die Erinnerungen (und deren Tradierungen) an das Nebenlager des Konzentrationslagers Mauthausen in den so genannten Römerhöhlen in Aflenz bei Wagna ging. Diese Erzählungen bildeten die Grundlage für ein dort veranstaltetes Theaterfestival (Sommer 2008).

Vom Kriegsgefangenenlager zur Knittelfelder Neustadt

Die „Knittelfelder Neustadt“ entstand als Kriegsgefangenenlager des Ersten Weltkriegs, überwand das Image des vermeintlich berüchtigten Ecks und mauserte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zum gut situierten Familienwohn- und Gewerbeviertel. Wie historische Voraussetzungen und Entwicklungen, soziale Zuschreibungen und Vorurteile ein ganzes Stadtviertel prägen können, untersuchte das Projekt der ARGE Neustadt „Vom Kriegsgefangenenlager zur Knittelfelder Neustadt“. Die ARGE Neustadt konstituierte sich aus dem Stadtarchiv Knittelfeld, dem Landesmuseum Joanneum, dem „Büro der Erinnerungen“, der Urania Knittelfeld, Dr. Michael Schiestl und der Karl-Franzens-Universität Graz.

Lend/Gries

In einer interdisziplinären Ausrichtung wurde der Bezug von Raum, Geschichte und Identität der Grazer Bezirke Lend und Gries untersucht. „Lend/Gries. Geschichten – Räume – Identitäten“, eine Kooperation des „Büro der Erinnerungen“ am Landesmuseum Joanneum, der Karl-Franzens-Universität Graz (Institut für Geschichte) und der TU Graz (Institut für Raumgestaltung) im Rahmen der Kunsthaus-Ausstellung „Volksgarten. Die Politik der Zugehörigkeit“.

l[i]eben

Ähnlich wie in der Bundeshauptstadt Wien gibt es in der Steiermark beziehungsweise in Graz eine überaus rege und interessante lesbischwule Bewegung, die bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Anders als in Wien sieht jedoch die Lage, was die systematische Aufarbeitung lesbischwulen Lebens betrifft, in der Steiermark eher trist aus.

Aus diesem Grund wurde das Projekt l[i]eben vom Büro der Erinnerungen in Zusammenarbeit mit Hans-Peter Weingand und zahlreichen namhaften steirischen Institutionen initiiert. In der ersten Projektphase standen intensive wissenschaftliche Auseinandersetzungen und Quellenforschungen durch die Projektbeteiligten und das Sammeln von lebensgeschichtlichen Interviews durch das Büro der Erinnerungen im Vordergrund. Die Ergebnisse werden in einem Buch und einer Ausstellung im Volkskundemuseum (Eröffnung: 14.2.2010) präsentiert.

Foto- und Geschichtenwettbewerb Annenstraße

Als Verbindungslinie zwischen dem Grazer Hauptbahnhof und der Innenstadt einerseits und als Trennlinie zwischen den Bezirken Gries und Lend andererseits bildet die Annenstraße einen der markantesten Verkehrswege der Stadt. Nicht nur als Verkehrsader und Geschäftsstraße, sondern auch als signifikante Orientierungslinie hat sie sich in den Köpfen der Menschen eingeprägt. Anlässlich des Europäischen Autofreien Tages am 22. September 2008 wurde ein bildhafter Ausschnitt der Kulturgeschichte der Grazer Annenstraße präsentiert.

Im Auftrag der Abteilung für Verkehrsplanung der Stadt Graz führte das Büro der Erinnerungen den „Foto- und Geschichtenwettbewerb Annenstraße“ durch und lud alle Interessierten dazu ein, mit ihren Erinnerungen an die Annenstraße daran teilzunehmen.

80 Jahre Margarethenbad

Seit 1928 ist das Margarethenbad in den Sommermonaten ein beliebter Treffpunkt inmitten des Wohnbezirkes Geidorf. Die zentrale Lage und gute Erreichbarkeit des Margarethenbades und seine Bedeutung als Erholungsoase trägt entscheidend zur Lebensqualität der GrazerInnen bei.

Zum 80-jährigen Jubiläum entstand im Büro der Erinnerungen in Kooperation mit der Bürgerinitiative zur Erhaltung des Margarethenbades eine Ausstellung mit Fotos aus dem Bild- und Tonarchiv und Erinnerungsstücken von Besucherinnen und Besuchern des sog. „Margerls“ – diese wurden an zwei Aktionstagen direkt im Bad gesammelt – aus den letzten 80 Jahren.

5 Jahre Kunsthaus

Das Kunsthaus Graz feierte am 27. September 2008 seinen fünften Geburtstag. Anlass genug sich an Erlebnisse, Anekdoten und durchaus persönliche Episoden mit und in dem Friendly Alien zu erinnern. Das Büro der Erinnerungen sammelte interessante, lustige, ernste und kuriose Geschichten und zeigte im Joanneum Ecksaal Fotos aus der fünfjährigen Geschichte.

Why the streets have their names – Grazer Straßennamen im „kurzen” 20. Jahrhundert

Straßennamen dienen nicht nur der geografischen Orientierung, sondern sind aus kulturwissenschaftlicher Sicht auch Indikatoren von Weltanschauung und Ideologie. Gerade Österreich im „kurzen“ 20. Jahrhundert ist mit seinen teilweise drastischen Systembrüchen eine überaus interessante Folie der Interpretation(en) von Kontinuitäten, Brüchen, Traditionen und Innovationen. Das Projekt untersucht zwei markante Grazer Bezirke: die Innere Stadt und Eggenberg. Die Innere Stadt ist in ihrer Funktion als „Herrschaftszentrale“ mit langen topographischen Traditionen von besonderer Bedeutung, der Bezirk Eggenberg hingegen wurde erst 1938 Teil der Landeshauptstadt („Groß-Graz“).

Im Rahmen dieses von Studierenden des Lehrgangs Journalismus und Unternehmenskommunikation der FH Joanneum durchgeführten Projekts wurde eine Datenbank erstellt, die aus mehr als 300 Einträgen besteht und insgesamt 191 aktuelle Straßennamen der zwei untersuchten Bezirke verzeichnet.

Weiters bietet eine Website 22 ausführliche Reportagen, etwa über den Vinzimarkt in Eggenberg, eine „Lange Nacht“ im Priesterseminar, Videoreportagen sowie Interviews über Kunst(-Skandale) im öffentlichen Raum, Straßentheater, das britische, deutsche oder das jüdische Graz. Diese Website mit all ihrem Inhalt wurde dem Büro der Erinnerungen zur Weiterführung übergeben.

Erinnerungsgespräche Landl

Eine gemeinsame Reise in die Vergangenheit mit dem Forstmuseum Silvanum in Großreifling

In regelmäßigen Abständen finden seit dem Jahr 2006 Erinnerungsgespräche in Landl statt, bei denen die Bevölkerung eingeladen ist, in Gesprächsrunden zu verschiedenen Themen ihre eigenen Erinnerungen und Erfahrungen mitzuteilen. Das gemeinsame Projekt des Büro der Erinnerungen und des Forstmuseum Silvanum in Großreifling dient dazu, die regionale Geschichte um persönliche Zeitdokumente zu erweitern und die so gesammelten Erinnerungen in weiterer Folge einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Projektkontakt:

Mag. Elke Murlasits
Sackstraße 17, 8010 Graz
Telefon: +43 316 8017 9413
E-Mail

URL des Projektes:

www.museum-joanneum.at/de/multimediale_sammlungen/buero-der-erinnerungen

URL des Projektträgers:

www.museum-joanneum.at